Die Reduktionsmethode hat zum Zweck, das Lawinenrisiko einer Tour zu verkleinern. Ausgehend vom herrschenden Gefahrenpotenzial, beschrieben durch die Gefahrenstufe des Lawinenbulletins (Zum Beispiel "erheblich") wird das Risiko reduziert, indem auf gewisse Hangsteilheiten und Hangexpositionen verzichtet wird.
Mit der Reduktionsmethode lassen sich nicht alle Unfälle vermeiden. Auch wenn das Ergebnis der Reduktionsmethode "günstig" ausfällt, besteht ein Restrisiko, dass eine Lawine ausgelöst wird! Das Ziel der Reduktionsmethode ist eine Verringerung der bisherigen Anzahl von Lawinenunfällen, bietet aber keine hundertprozentige Sicherheit!
Diese analytische Methode soll die klassische Einschätzung ergänzen und nicht ersetzen. Hat man ein schlechtes Gefühl so sollte man trotz einem "ja" der Reduktionsmethode einen Hang nicht begehen. Umgekehrt müssen schon gute Argumente vorhanden sein, um bei einem "nein" der Reduktionsmethode einen Hang zu begehen. |